24. Internationale Münchner Friedenskonferenz
Description
Die 24. Internationale Münchner Friedenskonferenz besteht aus zwei Abendveranstaltungen, zwei parallelen Workshops am Samstagvormittag und einer Sonntagsmatinee. Die Workshops und die Sonntagsmatinee Buchlesung können online nur als Teil eines Konferenzpakets erworben werden. Wenn Sie nur an einem Workshop oder der Sonntagsmatinee teilnehmen möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter office@friedenskonferenz.info.
Die folgenden Sorten von Tickets sind online zu kaufen:
Konferenzpaket 1: Zugang zu Frieitagabend (I refuse) + Samstagabend (Zeit zu reden) + Samstag Workshop 1 (Rüstungsspiel) + Sonntag Matinee Buchlesung (Friedenstüchtig)
Konferenzpaket 2: Zugang zu Frieitagabend (I refuse) + Samstagabend (Zeit zu reden) + Samstag Workshop 2 (Theater der Unterdrückten / Exploratives Spiel mit Caren Niemann) + Sonntag Matinee Buchlesung (Friedenstüchtig)
Konferenzpaket 3: Zugang zu Frieitagabend (I refuse) + Samstagabend (Zeit zu reden) + Sonntag Matinee Buchlesung (Friedenstüchtig)
Abendveranstaltungen Kombi: Zugang zu Freitagabend (I refuse) + Samstagabend (Zeit zu reden)
Freitagabend: I Refuse als Einzelveranstaltung
Samstagabend: Zeit zu reden als Einzelveranstaltung
Bei allen Tickets gibt es drei Preiskategorien. Wählen Sie zwischen Standard- und Solidaritätspreis oder ermäßigten Preis, je nachdem was Sie leisten können.
Abendveranstaltungen

“I Refuse” – Kriegsdienstverweigerung als Widerstand gegen Staat und Militär
Freitagabend, 13. Februar 2026, 19 – 22:00 Uhr Mit Sofia Orr, Timofey Vaskin, Yan Kormilitsyn, Franz Nadler und Simon David Dressler berichten Kriegsdienstverweigerer:innen aus Deutschland, Israel und Russland von ihrem Widerstand gegen staatliche Gewalt und militärische Logik. Katharina Rottmayr-Czerny berichtet über die Finanzierung von Frieden über eine gesetzliche Regelung. Am Kriegsdienst zeigt sich letztendlich, ob eine Gesellschaft bereit ist, die Kriegspläne ihrer Regierungen und Militärs in die Tat umzusetzen, oder nicht. Deutschland unterstützt kriegführende Staaten, in denen diese Bereitschaft auf die Probe gestellt wird – v.a. die Ukraine und Israel. Ob die Kriegführung – und die deutsche Unterstützung derselben – im Sinne der ukrainischen oder israelischen Gesellschaft geschieht, zeigt sich vielleicht am deutlichsten an der jeweiligen Verbreitung der Kriegsdienstverweigerung in diesen Ländern. Wie sich in der Ukraine, Russland, Israel und Deutschland zeigt, trägt die Kriegsdienstverweigerung vielfältige Bedeutungen und Möglichkeiten in sich: ● Kriegsdienstverweigerung als Überlebensmaßnahme ● Kriegsdienstverweigerung als Verbrechensbekämpfungsmaßnahme ● Kriegsdienstverweigerung als Konfliktpräventionsmaßnahme In jedem Fall bedeutet sie eines: Kriegsdienstverweigerung als Widerstand gegen Staat und Militär. Kriegsdienstgegner*innen, insbesondere Kriegsdienstverweigerer und Deserteure, werden weltweit marginalisiert und kriminalisiert. Gleichzeitig wüten immer mehr bewaffnete Konflikte und Kriege. Vielerorts werden Menschen zum Kriegsdienst mit der Waffe genötigt und/oder gezwungen. Während bei der Sicherheitskonferenz Militär-, Politik- und Wirtschaftseliten beabsichtigen, über das Schicksal von mehr oder weniger machtlosen Bevölkerung und Gesellschaft zu entscheiden, nehmen eben diese vermeintlich machtlosen Menschen mit der Kriegsdienstverweigerung ihr Schicksal selbst in die Hand.

Zeit zu reden: Sanktionen und Boykotte – als Mittel von Politik und Zivilgesellschaft
Samstagabend, 14. Februar 2026 | 19 – 22:00 Uhr Eine hochkarätige Podiumsdiskussion mit Deborah Feldman, Dr. Shir Hever, Khaled El Mahmoud und Prof. Isabel Feichtner, moderiert von Kristin Helberg, beleuchtet die Rolle von Sanktionen zwischen Machtpolitik, moralischer Verantwortung und zivilgesellschaftlichem Druck. Wie beim Krieg in der Ukraine und in ähnlicher Weise beim Angriff Israels auf Gaza spielen Boykotte – ob offiziell erklärt oder stillschweigend angewandt – eine bedeutende Rolle in der internationalen Taktik und in den zwischenstaatlichen Beziehungen. Was sind die völkerrechtlichen Aspekte von Boykotten? Welche verschiedenen Arten von Boykotten – wirtschaftliche, kulturelle und politische – gibt es eigentlich? Was kann ein Boykott erreichen, und gegen wen ist er darauf ausgelegt, Druck auszuüben? Was sind die Folgen für eine Gesellschaft, die boykottiert wird, und was sind die Folgen für eine Gesellschaft, die boykottiert? Kann sich ein Boykott nur gegen externe Ziele richten, oder macht es auch Sinn, von einem internen Boykott zu sprechen? „Zeit zu reden“ wird die höchst komplizierten Thema Sanktionen und Boykott angehen, in der Hoffnung, ihre theoretischen und praktischen Bedeutungen zu verstehen.
Workshops & Sonntag Matinee

Workshop 1: Deutsche Waffen für die Welt - Planspiel Rüstungsexporte mit Harald Hellstern
Samstag, 14. Februar 2026 | 10 - 12 Uhr Das Planspiel basiert auf einem fiktiven Entscheidungsfall, an dem sich vielfältige Aspekte der Rüstungsexportkontrolle zeigen und diskutieren lassen. Der Antrag auf eine Rüstungsexportgenehmigung seitens eines Unternehmens liegt vor. Die Moderation führt kurz und knapp in den rechtlichen Rahmen dazu ein. Der fiktive Rüstungsexport wird von „Experten“ in den Rollen der Rüstungsindustrie, der Politik und der Friedensbewegung vorgestellt. Die Teilnehmer*innen werden als Jury in den Prozess einbezogen und können sich so intensiv mit der Thematik des Rüstungsexportes aus Deutschland auseinandersetzen. Sie sind am Ende diejenigen, die darüber entscheiden, ob eine Exportgenehmigung erteilt wird. Diese Workshop findet nur auf Deutsch statt. Nur im Rahmen des Konferenzpakets 1 online erhältlich. Für den Einzelverkauf bitte per E-Mail anfragen. Über Harald Hellstern: Harald Hellstern, wohne in Stuttgart und bin Mitglied bei der internationalen ökumenischen Friedensbewegung pax christi. Im Jahr 2013 wurde ich in die Kommission Rüstungsexport der Deutschen Sektion von pax christi gewählt und war acht Jahre deren Sprecher. Bis 2023 arbeitete ich als Technischer Leiter in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen des Caritasverbandes für Stuttgart e.V.

Workshop 2: Theater der Unterdrückten / Exploratives Spiel mit Caren Niemann
Samstag, 14. Februar 2026 | 10 - 12 Uhr In diesem 2 Stunden Workshop nähern wir uns dem Thema Konflikte und Frieden mit Methoden des Theaters der Unterdrückten. Spielerisch erforschen wir mit dem Körper Konzepte von Frieden, Konflikt, Krieg, Sicherheit und kommen dann über unseren spontanen Körperausdruck in Dialog über diese Konzepte und unser Erleben. Nur im Rahmen des Konferenzpakets 2 online erhältlich. Für den Einzelverkauf bitte per E-Mail anfragen. Über Caren Niemann: Caren Niemann studierte Psychologie. Nachdem sie in Flüchtlingslagern in Jordanien gearbeitet hatte, wandte sie sich dem Friedens- und Konfliktstudium zu. In der Methodik des Theaters der Unterdrückten hat sie die Schnittstelle zwischen individueller, psychologischer und sozialer/politischer Transformation gefunden. Ihre Leidenschaft für soziales Theater führte sie von Spanien nach Kolumbien und Argentinien, von wo sie kürzlich zurückgekehrt ist.

Matinee Buchlesung Friedenstüchtig mit Fabian Scheidler. | Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen
Sonntag, 15. Februar 2026 | 11 - 13 Uhr | Matinee In seinem neuen Buch warnt Fabian Scheidler davor, unsere sozialen und demokratischen Errungenschaften einer schrankenlosen Militarisierung und einem permanenten Ausnahmezustand zu opfern. Dabei zeigt er in einer präzisen Aufarbeitung aktueller Konflikte, wie die Feinde, die bekämpft werden sollen, zu einem großen Teil durch die Politik selbst geschaffen wurden. Angesichts der Herausforderungen unseres Jahrhunderts weist das Buch Wege zu einer neuen Friedensordnung. Die Buchlesung findet nur auf Deutsch statt. Mehr zum Buch: https://fabian-scheidler.de/friedenstuechtig/ Nur im Rahmen des Konferenzpakets 1, 2 oder 3 online erhältlich. Für den Einzelverkauf bitte per E-Mail anfragen. Über Fabian Scheidler: Fabian Scheidler ist freischaffender Autor und arbeitet u.a. für Le Monde diplomatique. Sein Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sein neues Buch „Friedenstüchtig. Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“ ist gerade im Wiener Promedia Verlag erschienen. 2009 erhielt er den Otto-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus. www.fabian-scheidler.de
Häufig gestellte Fragen
- Warum gibt es für jedes Ticket drei verschiedene Preise?
Wir möchten die Konferenz so zugänglich wie möglich gestalten. Wir bieten drei Preisstrukturen für jede Ticketart an, um die Tickets erschwinglich zu machen, auch wenn wir versuchen, unsere Kosten zu decken: - Standard - Solidarität: für diejenigen, die es sich leisten können, mehr zu bezahlen. Ihre Solidarität hilft anderen mit geringeren finanziellen Mitteln, teilzunehmen. - Ermäßigt: Azubis, Student:innen, und Personen mit geringem Einkommen können gerne Tickets aus dieser Kategorie erwerben.
- Warum fällt eine zusätzliche Gebühr an?
Alle Online-Ticketplattformen erheben eine Gebühr. Wir würden diese Gebühr gerne übernehmen, aber aufgrund unserer eigenen finanziellen Herausforderungen haben wir keine andere Wahl, als sie weiterzugeben. Bei Humanitix fließen alle Gewinne in wohltätige Zwecke, was ein Grund dafür ist, warum wir auf dieser Plattform verkaufen.
- Warum bieten Sie die Workshops nicht als Einzeltickets online an?
Wir versuchen, die Ticketgebühren so niedrig wie möglich zu halten. Einzeltickets für Workshops kosten viel weniger als ein Abendticket, und wenn wir sie einzeln anbieten würden, würden Ihnen unverhältnismäßig hohe Gebühren entstehen. Die Plätze für die Workshops sind außerdem begrenzt. Wenn Sie ein Ticket bestellen und bar bezahlen möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter office@friedenskonferenz.info.
- Was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Ticketarten?
Konferenzpaket 1 = Veranstaltungen am Freitag- und Samstagabend + Workshop 1 am Samstag + Lesung am Sonntagmittag Konferenzpaket 2 = Veranstaltungen am Freitag- und Samstagabend + Workshop 2 am Samstag + Lesung am Sonntagmittag Beide Konferenzpakete sind bis auf den Workshop identisch. Wenn Sie an keinem der beiden Workshops am Samstag teilnehmen möchten, wählen Sie bitte nicht das Konferenzpaket 1 oder 2. Konferenzpaket 3 = Veranstaltungen am Freitag- und Samstagabend + Lesung am Sonntagmittag Kombinierte Abendveranstaltungen = Freitag- und Samstagabend in einem Ticket, führt zu einer niedrigeren Online-Gebühr Die Abendveranstaltungen sind auch als Einzeltickets erhältlich.
- Kann ich eine Rückerstattung erhalten?
Wir verstehen, dass im Leben manchmal etwas dazwischenkommt. Sie können eine Rückerstattung des Ticketpreises erhalten, wenn Sie Ihre Bestellung mindestens 7 Tage vor der Konferenz stornieren.
- Ist die Veranstaltungsort barrierefrei?
Das Salesianum (St. Wolfgangsplatz 11, 81669 München) ist leider nicht barrierefrei. Wir möchten dennoch möglichst allen Menschen die Teilnahme ermöglichen und bieten bei Bedarf Unterstützung an, etwa durch Begleitpersonen, die beim Überwinden von Treppen helfen. Bitte teilen Sie uns frühzeitig Ihren Unterstützungsbedarf mit, damit wir alles gut vorbereiten können.
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